Pressemeldung

Schwalbacher Zeitung vom 12. November 2003

Leserbrief

Sind die Gegenstände Kunst?

Zu unserem Kommentar „Da Capo" in der Ausgabe vom 29. Oktober erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief. Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wider. Für den Inhalt sind ausschließlich die Verfasser verantwortlich. Mit nicht geringem Erstaunen las ich Ihren Text. Danach hat der Galerist „die breite Masse für die Kunst interessiert" - andererseits biedert sich die Ausstellung „nicht dem Geschmack der Masse" an. Unabhängig davon, dass mich Ihre Erklärung des Begriffes „breite Masse" (evtl. Ihre Leser?) schon interessieren würde, frage ich mich - möglicherweise nicht ganz allein - ob die Bezeichnung „Kunst" für die ausgestellten Gegenstände zutreffend sein kann. haben Sie doch „da capo" mit Ihrer Glosse mir einen Weg gewiesen: Ich werde - wie Sie schreiben - „mit weihevollen Blicken" darüber hinwegsehen und hoffen, dass eines schönen, nicht so fernen, Tages die Sachen wieder eingesammelt und ordnungsgemäß aus dem öffentlichen Raum - möglichst ins Private - befördert werden. Und manch schöner Winkel von Schwalbach ist dann wieder wie er war: mit Freude anzusehen! Aber die Antwort kann ich ja Ihrem Text entnehmen „... die Exponate sind von solcher Qualität...". Möglicherweise bin ich - obwohl durchaus Kunstliebhaber - doch ein Kunstbanause. Ich weiß es nur noch nicht. Und wenn ich mich nach dem Betrachten der in Schwalbach ausgestellten Gegenstände ratlos und verärgert abwandte, so Sie mögen's beklagen, aber Ihrer Gratulation an Herrn Elzenheimer kann ich mich nicht anschließen. Möge er doch künftig solche Dinge in seinen Räumen zur Schau stellen; dahin kann dann kommen wer will. Und mir erspart er Ärger. Gerd Siegmund FrankfurtlM.

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