Kreativität akzeptieren und bewundern

Schwalbacher Nachrichten vom 19.11.2003

Leserbriefe

„Kreativität akzeptieren und bewundern"

Zum Leserbrief „Sind die Gegenstände Kunst? in der Ausgabe vom 12. November erreichten die Redaktion nachfolgende Leserbriefe. Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wider.
Für den Inhalt sind ausschließlich die Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.
Herr Siegmund aus Frankfurt, Kunst im öffentlichen Raum in Schwalbach, das ärgert Sie?
Wir sind in Schwalbach sehr stolz darauf, dass hier viele Künstler leben, aus aller Herren Länder: Frauen, Männer, Jugendliche. Das sind unter anderem Maler, Bildhauer, Fotografen, Keramiker, Tänzer, Sportler, Köche, Musiker, sogar Mitbürger, die Museen in Frankfurt fördern, Kunst-Handwerker - bis hin zur Spitzenklöpplerin.
Sie sind anerkannt, haben Ausstellungen hier, im Kreis, in Firmen; erhalten Preise und geben ihr Wissen unter anderem in Kursen weiter.
Alle vereint - dass die Ausdrucksform/Kunst des anderen toleriert und sie als Form von Kreativität akzeptiert und auch bewundert wird. Das Engagement des örtlichen Unternehmers (unter erheblichem Einsatz von Geld und Risiko), den Bogen über die Malerei, Objekte und Skulpturen von Frau Grudda bis hin zu Dali zu spannen, ist lobenswert, allemal interessant.
Haben Sie schon von dem Buch gehört, das Frau Grudda mit Grundschulkindern hier in Schwalbach gemacht hat? Wir dachten, dass es „Bilderstürmer" kaum noch gibt. Schade, dass doch! Und sogar in Frankfurt.
Ingeborg Wellßow, Pfingstbrunnenstr. 26 Bärbel Hoffmann, Pfingstbrunnenstr. 20

Die Qualität ist unbestreitbar
Kunst ist ein Gewinn für jeden, der sie genießen mag. Als Kunstliebhaber ist man in aller Regel offen für unterschiedlichste Ausdrucksformen und in jedem Fall tolerant gegenüber Darstellungen, die sich einem in Art und Weise nicht sofort erschließen.
Der internationale Anspruch und die Qualität der gezeigten Exponate sind unbestreitbar. Stipendien, Preise und zahlreiche Ausstellungen der beteiligten Künstler auf internationaler Ebene belegen dies.
So sind einige der „bemängelten" Kunstgegenstände bereits auf der Bienale in Venedig, Dokumenta 4 und 8 in Kassel und der Kunstmesse in Paris (FIAC) ausgestellt worden. Zudem stellen die Künstler ihre Werke in SaIons in Nizza, Cannes, Mailand oder Genf und Rom aus, zum Beispiel in der National Galerie für moderne Kunst, dem Louvre, dem Guggenheim Museum, um nur einige zu nennen. Sicher wird eine solche Ausstellung nicht den allgemeinen Kunstgeschmack treffen können. Aber viele Schwalbacher Bürger empfinden die Werke als Bereicherung und wünschen sich, dass die, Exponate in Schwalbach verbleiben können. Ein „Leben mit `Kunst" sorgt für mehr Lebensqualität. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie den Galeristen oder Kunsthändler ihres Vertrauens.
Peter Elzenheimer, Wiesenweg 12



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