Skulpturen reisen in den Süden

(Höchster Kreisblatt 19.02.2004)

Skulpturen reisen in den Süden

Schwalbach. Da kamen sie ganz schön ins Schwitzen, die Bauhof-Mitarbeiter. Mit schweren Ladegeräten rückten sie an und hievten nacheinander 35 große Skulpturen auf den 13,5 Meter langen Lastwagen.

Als die Verladeaktion am Dienstag beendet war, befanden sich schließlich rund acht Tonnen Bronze auf der Ladefläche. Der Abtransport bildete den Abschluss eines sehr außergewöhnlichen Kunstprojektes, das im Oktober des vergangenen Jahres begonnen hatte und nunmehr endete. Wie berichtet, hatte sich die Künstlerin Carin Grudda mit den Skulpturen und Plastiken in Schwalbach präsentiert. Die 35 Objekte waren quer über das Stadtgebiet verteilt und zu bestaunen. Weitere Skulpturen und Bilder der aus Kassel stammenden und in Imperia (Italien) wohnenden Künstlerin waren in der Galerie „bild und rahmen" des Schwalbachers Peter Elzenheimer, dem Initiator der Aktion, zu sehen. Zusätzlich waren Werke von Künstlern der italienischen Bronzegießerei Immart ausgestellt. Elzenheimer spricht nach der Präsentation von einem „großen Erfolg". Reges Interesse habe es nicht nur aus Schwalbach gegeben: „Von München bis Kassel waren Grudda-Liebhaber hier. Die „sehr positive Resonanz" und das weit über die Region hinausgehende Interesse an der Skulpturen-Ausstellung „Wo die Rätsel bleiben - Carin Grudda trifft auf Salvador Dáli" zeige, wie wichtig es sei, „Kunst und Stadtkultur zu verbinden. Kunst im öffentlichen Raum ist Kunst für jedermann." Elzenheimer weiter: „Die Skulpturenausstellung war auch eine Werbung für die Wohnqualität und den Standort Schwalbach."

Kunst ist manchmal schwer
Mit Hilfe eines Baggers und vereinten Kräften beladen die Arbeiter den Lastwagen mit den Skulpturen.

Mit Zwischenstopp in der Bronzegießerei Immart (Italien) - dort werden einzelne Teile repariert - geht die Reise für die Plastiken und Skulpturen weiter. Sie werden nun ab Mai im Museum von Alessandria (bei Mailand) gezeigt. (ask)

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